Bildformate

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Mär 2014 20 08:55

Beitrag #1 von Minerva » Do 20. Mär 2014, 08:55

Huk.....ich hab eben ganz interessiert, bei deinem Bienenbild gelesen, dass du über RAW, Tif und dann JPG gehst.
Könntest du das eventuell bitte näher erläutern?

Ich hab hier schon mit RAW versucht zu arbeiten, aber dann geht mein Läppi in die Knie....leider
Mit Tif habe ich gar keine Erfahrung und JPG..naja, dass ist eben das Bildformat im Netz.
Liebe Grüßle Minerva
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Re: Bildformate

Mär 2014 20 11:58

Beitrag #2 von HUK » Do 20. Mär 2014, 11:58

Hallo Minerva,

Also der Reihe nach, Kameras liefern in der Regel zwei verschiedene Bildformate. Das sind einmal RAW und zum anderen jpg.

RAW: Ist das sogenannte Rohbild. Hierbei werden die Daten so übertragen, wie sie aus dem Chip ausgelesen werden. Es erfolgt keinerlei Bearbeitung. Zusätzlich werden die Aufnahmedaten mit übertragen. Die Auflösung beträgt in der Regel 12 Bit.
Mit diesem Bild kann man erst mal nichts anfangen. Um ein brauchbares Bild zu erhalten benötigt man einen sogenannten RAW-Converter. In diesem Programm erfolgt die Wichtung der einzelnen Farben, das Umwandeln der Information der Farbmatrix wieder in Farbpixel, Objektivkorrekturen, Schärfen.
Dazu werden erst mal die eingestellten Daten der Kamera benutzt. Man kann hier auch eingreifen und diese Daten verändern (z.B. Farbtemperatur).
Entweder diese Bilder werden dann direkt in Bildbearbeitungsprogramme übertragen oder als 16 Bit Tif abgespeichert.

Tif: Dieses 16 Bit Tif ist eine verlustfreie Bilddarstellung. Durch die Umwandlung von 12 auf 16 Bit hat man jetzt "Lücken" im Wertevorrat. Damit ist es möglich, in der anschließenden Bildbearbeitung Bereiche zu stauchen, ohne das Werte verloren gehen.

Jpg: Ist ein verlustbehaftetes Verfahren zur Abspeicherung von Bildern. Das Format hat 8 Bit. Das ist auch die Tiefe, die durch normale Bildschirme und Drucker bewältigen können. Beim Jpg wird die Bildinformation nicht direkt abgespeichert. Sondern man zerlegt die Farbkanäle in 8 X 8 Pixel große Kästchen. Danach sucht man ein Muster, dass dem Inhalt möglichst nahe kommt und speichert diese Information. Je gröber diese Zuordnung ist, desto höher ist die Komprimierung. Wenn man das übertreibt, dann sieht man im Bild Artefakte.

Hoffentlich habe ich jetzt nicht alle Klarheiten beseitigt.
M.f.G.

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Re: Bildformate

Mär 2014 20 12:42

Beitrag #3 von BrummBär » Do 20. Mär 2014, 12:42


Vielen Dank HUK, folgende Ergänzungen möchte ich aber machen:

RAW-Format: Die Bilder sind nicht ganz so unbearbeitet, wie man glaubt. Jeder Kamerasensor hat Fehler, die Hersteller geben das aber nicht gerne zu. Also werden klammheimlich die Fehler, welche auf den Sensor zurückgehen ausgemerzt.
Außerdem ist in jedem RAW-Bild ein JPEG-Bild versteckt. Das wird u.a. benötigt, damit die Kamera ein Vorschaubild anzeigen kann. Schaut man sich RAW-Bilder am Computer an, etwa mit dem Programm IrfanView, wird nie das RAW-Bild gezeigt, sondern das JPEG-Bild. Erst wenn man das RAW-Bild in einem RAW-Converter öffnet, bekommt man das wirkliche RAW-Bild zu sehen. Viele Leute wundern sich, warum das Vorschau-Bild in der Kamera viel besser wirkt. Das liegt einfach daran, dass das eingebundene JPEG-Bild vom Kamera-Chip bearbeitet und verbessert worden ist.
Profis benutzen fast immer das RAW-Format. Damit können sie hinterher am Computer das Maximum herausholen. Jeder Kamera-Hersteller hat sein eigenes RAW-Format. Die Dateien haben nicht die Endung RAW sondern eine vom Hersteller festgelegte Endung. Canon z.B. hat .CR2

TIFF-Format: Ist das Profiformat für Bildbearbeitung. Das TIFF-Format ist international genormt und kann dazu benutzt werden Bilder zwischen z.B. Corel und Photoshop auszutauschen. TIFF erkennt man immer an der Endung .TIF

JPEG-Format: Ist das am häufigsten benutze Format. Jeder moderne Fotoapparat beherrscht JPEG. Die Bilder werden von der Kamera vorbearbeitet und in der Farbe verbessert. Fotografiert man mit einer falschen Einstellung an der Kamera, etwa mit der Einstellung Leuchtstoffröhre, draußen in der Sonne, gibt es ganz gemeine Farbverfälschungen die kaum korregieret werden können.
Da das JPEG-Format bzw. JPEG-Dateien auch im I-Net Verwenung finden ist JPEG kompirmiert. Der Komprimierungsfaktor kann man einstellen. Meist wird er in Prozent angegeben. Ich empfehle für Fotos die im Web gezeigt werden sollen die Einstellung 30%. Kommt es auf eine bessere Qualität an, sind Wert von 70 oder 80% besser.
JPEG-Dateien sind meist erstaunlich klein, man erkennt man an der Endung .jpg
Wer einen Bombenanschlag auf Kinder und Jugendliche, befiehlt, befürwortet, unterstützt oder ausführt ist ein erbärmlicher Feigling! Solche Typen handeln nicht im Namen einer Religion, sondern im Namen Satans!

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Re: Bildformate

Mär 2014 20 19:14

Beitrag #4 von Minerva » Do 20. Mär 2014, 19:14

Danke :) ihr beiden.
Wenn ich das so lese, sind natürlich RAW und Tif die besten Formate für Bilder, aber ich komme trotz der großen Komprimierung und eventueller Atefakte nicht drum rum weiterhin JPG zu benutzen. Sonst zwinge ich meinen Läppi in die Knie und im Netz kommt man mit den kleinen Dateien besser klar.
Liebe Grüßle Minerva
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Re: Bildformate

Mär 2014 20 19:33

Beitrag #5 von HUK » Do 20. Mär 2014, 19:33

Hallo Minerva,

im Netz kommt man mit den kleinen Dateien besser klar.


RAW und Tif haben auch im Netz nichts verloren. Wenn ich so ein Bild hier hoch laden würde, wäre wahrscheinlich kein Bild zu sehen. Man kann aber auch JPG-Bilder sehr gut bearbeiten. Allerdings sollte das möglichst auf einen Rutsch geschehen. Jedes Speichern ist mit Verlusten verbunden. Ich habe viele Jahre nur so Bilder bearbeitet. Irgendwann habe ich mich dann überwunden und es doch mal mit RAW versucht. Aber du hast schon recht, man braucht doch eine gewisse Rechnerleistung. Mein Schlepptop bekommt das zwar auch hin, aber es dauert und dauert.
M.f.G.

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Re: Bildformate

Mär 2014 20 20:25

Beitrag #6 von Minerva » Do 20. Mär 2014, 20:25

Hat zwar von den gängigen Bildformaten hier nichts zu suchen, aber ich arbeite sehr viel mit PNG.
Liebe Grüßle Minerva
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